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Rousseau

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Rousseau und die „natürliche“ Erziehung
 
Mit dem Aufkommen der Familie als Kern bürgerlicher Eigendefinition galt auch den Kindern vermehrte Aufmerksamkeit, waren sie es doch, die als unschuldige „unbelastete“ Verkörperungen der Daseinsform des wahren Menschen gesehen wurden. Ihre schlummernden Charaktere und angelegten Fähigkeiten galt es durch persönliche Zuwendung und Erziehung zu wecken und zu fördern.
 
Frontispiz zu Jean Jacques Rousseaus Emile ou de l'Education, 1793/94

Frontispiz zu Jean Jacques Rousseaus „Émile ou de l'Éducation“, 1793/94
Bildnachweis

Als großes Vorbild diente Rousseaus Bildungsroman „Émile ou de l’Éducation“, der die Entwicklung des jungen Émile vom Säugling zum Ehemann und die Erziehung seiner späteren Frau Sophie schildert. Dieser Klassiker bürgerlicher Erziehungskultur wurde erstmals 1762 gedruckt und 1793 als illustrierte Neuausgabe herausgebracht. Das Frontispiz zeigt die Büste des Autors und programmatisch einzelne Szenen, die geschlechtsspezifisch unterschiedliche Aufgaben verbildlichen: die Frau ist für die Betreuung der Kleinkinder und Mädchen, der Vater als Erzieher der Söhne tätig. Die Mutter, in Rousseaus „Émile“ lesend, stillt ihren Säugling selbst und befreit ein zweites Kind von einengender Kleidung. Ihre Handlungen werden beobachtet von einem kleinen Mädchen, das sich auf die Mutterrolle vorbereitet.
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